Shopbetreiber aufgepasst! Eine Betrugsmasche führt in Deutschland zu immer mehr Nachahmern. Davor warnt die Polizei im niederrheinischen Viersen. Betrüger nutzen gestohlene Kreditkarten und die Packstationen der DHL, um in Online-Shops wertvolle Waren zu ergaunern. Diese Masche sollten sie kennen.

Bei dieser Betrugsmasche handelt es sich um einen klassischen Warenkreditbetrug. Als Tatmittel nutzen die Betrüger die Packstationen der DHL. Das Vorgehen sei derzeit bundesweit stark im Kommen, erklärt die Polizei Viersen.

So funktioniert der Betrug

  1. Die Betrüger eröffnen bei der DHL ein Zugangskonto für die Packstation und geben dort zuvor im Netz gestohlene Kreditkartendaten an. Die Adresse des vermeintlichen Antragstellers werden einfach aus dem Telefonbuch herausgesucht. Lediglich die E-Mail-Adresse gehört den Kriminellen.
  2. Neukunden der DHL Packstation erhalten nach der Anmeldung ein Begrüßungspaket. In dem Paket befindet sich die Kundenkarte der Packstation. Die Betrüger setzen darauf, dass die vermeintlichen Neukunden das Begrüßungspaket einfach wegwerfen, da sie sich ja nicht für die Packstation angemeldet haben. „Betroffene halten das Paket meist für unerwünschte Werbung und werfen es weg“, erläutert Harald Moyses, Pressesprecher der Polizei Viersen.
  3. Neben dem Begrüßungspaket versendet die DHL an seine Neukunden aber zugleich den Zugangscode für die Packstation, der allerdings im Mailpostfach der Betrüger landet. Die Daten werden auf einen Scheckkarten-Dummy geladen. Jetzt haben die Betrüger freien Zugang zu einer Packstation.
  4. Nun können die Betrüger teure Waren direkt an die Packstation bestellen. Bezahlt werden die bestellten Waren über die ergaunerten Kreditkartendaten aus dem Netz. Die Pakete können unbehelligt abgeholt und der Inhalt weiterverkauft werden.

Den Schaden haben Sie als Online-Händler, denn in der Regel bekommen Kreditkarteninhaber bei Missbrauch ihr Geld zurück. Sie als Händler bleiben dann auf ihren unbezahlten Rechnungen sitzen.