Ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Internationalisierung eines Online-Shops besteht darin, die im Zielland meist verwendeten Zahlungsarten anzubieten. In der Studie von Observatorio Cetelem 2015 werden die Präferenzen hinsichtlich Zahlungsarten und Finanzierung der spanischen Verbraucher analysiert.

Einführung

Das „Obeservatorio Cetelem“ der Cetelem Bank, die wiederum zur Bank BNP Paribas gehört, wurde 1997 gegründet.  Diese Marktbeobachtungsstelle führt regelmäßig Studien zur Analyse des Kaufverhaltens der spanischen Verbraucher durch. Die Studie „E-Commerce in Spanien: Trends und Kaufverhalten 2015“ Cetelem-Nielsen beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten des E-Commerce in Spanien. Die Daten der Studie basieren auf einer Multiple-Choice-Umfrage von 1.500 Teilnehmern. Aus den behandelten Themen wurden die Präferenzen der Spanier bezüglich Zahlungsarten und Finanzierung analysiert.

Paypal ist die beliebteste Zahlungsart

PayPal ist der Studie zufolge die meist verwendete Zahlungsart in Spanien, so gaben 72 % der Befragten an, schon einmal einen Online-Kauf mit PayPal getätigt zu haben. Dies stellt eine Verbesserung von 1 % gegenüber 2014 dar. Auf dem zweiten Platz steht die Debitkarte mit 52 %, gefolgt von der Kreditkarte mit 19 %. Auf dem vierten Platz folgt die Zahlungsart Nachnahme, die deutlich an Beliebtheit verloren hat. Nur 16 % der Befragten gaben an, diese Zahlungsart 2015 genutzt zu haben, was ein Minus von 8 % im Vergleich zu 2014 (24 %) darstellt.

Zahlungsarten wie die revolvierende Kreditkarte (5 %) oder die vom Online-Shop angebotene Finanzierung (2 %) haben dagegen kaum Relevanz.

„FinTech“ ist noch nicht weit verbreitet

Obwohl zahlreiche ausländische und spanische FinTech-Firmen neue und innovative Zahlungsmethoden anbieten, sind diese bis jetzt vergleichsweise wenig verbreitet: Der Umfrage zufolge haben nur 4 % der Befragten 2015 eine von einer Fintech-Firma entwickelte Zahlungsart (z.B. Sofort, Trustly, Aplázame) benutzt. Auch erwähnenswert ist die Zahlungsart Iupay: Diese wurde von einem Zusammenschluss der größten spanischen Banken als alternative zu PayPal entwickelt.

Was die Bekanntheit dieser neuen Zahlungsarten angeht, gaben zumindest 16 % der Befragten an, diese zu kennen. Bei den Teilnehmern zwischen 25 Jahren und 34 Jahren liegt deren Bekanntheit sogar bei 21 %.

Sicherheit und eine reibungslose Nutzung stehen im Vordergrund

76 % der Befragten gaben an, bei der Zahlung ihrer Online-Käufe sei die Sicherheit der wichtigste Faktor. Die Schnelligkeit und Bequemlichkeit wurde als der zweitwichtigste Faktor angegeben (16 %), gefolgt vom Angebot von Treueprogrammen (5 %) und Finanzierung (2 %).

Des Weiteren wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie eine Bestellung aufgrund von Problemen bei der Zahlung abgebrochen haben. 51 % der Befragten haben demnach nie Probleme bei der Zahlung erlebt. Dagegen haben 30 % haben ihre Bestellung zumindest einmal wegen auftretender Probleme bei der Zahlung abgebrochen. Zudem haben 23 % der Befragten die Bestellung abgebrochen, weil sie Angst davor hatten, ihre personenbezogenen Daten anzugeben.

Fazit

In Spanien ist das Angebot von PayPal als Zahlungsart durchaus empfehlenswert, weil sie die meist verwendete Zahlungsart ist. Auch das Angebot von Debit- oder Kreditkarte ist für den spanischen E-Commerce ratsam. Die von der FinTech Branche und den Banken neu entwickelten Zahlungsarten haben dagegen bis jetzt noch keine weite Verbreitung erreicht, es ist aber zu erwarten, dass auch diese mit der Zeit wichtiger werden.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Internationalisierung Ihres Online-Shops. (rg)

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