In der aktuellen W3B-Umfrage aus dem Frühjahr 2011 wollten die Autoren von Fittkau & Maaß wissen, wie verbreitet das Einkaufen mit dem Mobiltelefon unter deutschen Verbrauchern ist. Das Ergebnis überrascht ein wenig. Mobile Commerce ist verbreiteter als gedacht.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse.

Jeder zweite Besitzer eines Mobiltelefons nutzt dieses, um sich im Web über Produkte zu informieren oder um einzukaufen. Dies ist die Kernaussage der aktuellen W3B-Umfrage aus dem Hause Fittkau & Maaß. Doch davon zu sprechen, dass Mobile Commerce bereits im Massenmarkt angekommen sei, ist verfrüht.

Denn die  zum Kauf kommt es nur in den wenigsten Fällen. Vielmehr nutzen die Verbraucher ihr Mobiltelefon vor allem zur Produktrecherche.

Großes Display gleich große Kaufbereitschaft

Besonders interessant ist der Zusammenhang zwischen der Größe des genutzten Mobildisplays und der Bereitschaft via mobilem Endgerät einzukaufen. Vor allem Nutzer von Tablett-PCs zeigen eine große Affinität über ihr mobiles Endgerät einzukaufen. Bei den Nutzern normaler Mobiltelefone ist diese Bereitschaft weniger ausgebildet.

„Was die Affinität zum Mobile Shopping angeht, scheint es eine einfache Regel zu geben: Je größer das Display, desto größer das Kaufinteresse.“

Apps oder Mobile-Shop

Über welches Interface künftig das mobile Shoppen abgewickelt wird, ist zur Zeit eine heiß diskutierte Frage. Reicht es aus, seinen Online-Shop einfach nur an die Displaygröße des mobilen Endgerätes anzupassen oder müssen es Shopping-Apps sein, damit der Shopbetreiber auch beim Mobile-Commerce erfolgreich ist?

Thomas Lang hat zwei wichtige Hinweise für Online-Händler parat, die darüber nachdenken, via Apps verkaufen zu wollen:

  1. Die Funktionen der mobilen Endgeräte müssen adäquat in der App genutzt werden (GPS, Kamera, Neigungssensor, Zugriff auf Kontakte etc.)
  2. Das Verkaufskonzept auf den unterschiedlichen mobilen Kanälen muss sich unterscheiden, sonst lohnt sich eine separate App für Tablet-PCs nicht.